HERRSCHAFTSSYMBOLE DEUTSCHORDENSBURGEN IN PREUSSEN
Ausstellungseröffnung und Konferenz
5. Oktober 2009, 18 Uhr
Wissenschaftliches Zentrum der Polnischen
Akademie der Wissenschaften in Wien
Boerhaavegasse 25, 1030 Wien
Programm
18.00
Begrüßung: Prof. Dr. hab. Bogusław Dybaś
Mag. Mariusz Mierzwiński,Direktor des Schlossmuseums Marienburg
Grußwort: Dr. Bruno Platter, Hochmeister des Deutschen Ordens
Vorträge:
18.15 – 18.45
Prof. Dr. hab. Roman Czaja: Das Phänomen des Deutschordensstaates
18.45 – 19.15
Dr. Tomasz Torbus: Die Marienburg vor dem Hintergrund
des mittelalterlichen Burgenbaus des Deutschen Ordens
19.15 – 19.45
Prof. Dr. hab. Udo Arnold: Von Venedig nach Marienburg – die Übersiedlung der Deutschordenszentrale
nach Preußen 1309
19.45 – 20.15
Dr. Janusz Trupinda: Zur Konzeption der Ausstellung
20.15
Konzert
Über die Ausstellung
Die ehemaligen Deutschordensburgen stellen eines der besonders charakteristischen Merkmale der Landschaft Nordpolens dar. Sie sind ein
wichtiges kulturelles Element und ein sichtbares Zeichen der Tradition und der Geschichte dieser Gebiete. Die Mehrzahl der Burgen blieb, wenn auch in unterschiedlichem Zustand, erhalten – einige nur als malerische Ruinen. Die größten Zerstörungen brachte der Zweite Weltkrieg mit sich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Mehrzahl der Burgen unter die Obhut von Denkmalpflegern gestellt wurde. Die Burgen sind Eigentum des Staates sowie von Selbstverwaltungen und Privatpersonen. Sie stellen immer wieder aufs Neue eine große Touristenattraktion dar und erinnern an die Geschichte Preußens und des Deutschen Ordens, der auf diesem Gebiet seine Territorialherrschaft gründete.
Im Jahre 1309 wurde der Sitz des Hochmeisters nach Marienburg verlegt, was unmittelbarer Anlass für diese Ausstellung ist. Diese zeigt einen Teil des mit dem Deutschen Orden verbundenen Kulturerbes auf dem Gebiet des ehemaligen Preußen, in Pommern, Ermland und den Masuren sowie dem Kulmer Land sowie dem Gebiet von Kaliningrad und den baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland.
Im Rahmen der Ausstellung werden die Burgen als sichtbare Zeichen der territorialen Herrschaft des Deutschen Ordens, gleichzeitig aber auch die Struktur des gesamten Ordensstaates und seine Verwaltungseinheiten, präsentiert. An dessen Spitze stand der Hochmeister, der in Marienburg
residierte und die Macht mit Hilfe des Kapitels sowie hoher Würdenträger, des Großkomturs, des Obersten Marschalls, des Obersten Spittlers, des Obersten Trapiers und des Tresslers, ausübte. Die Marienburg zählt mit seiner imponierenden Architektur zu den größten Burganlagen Europas. Die Komturburgen sind teils zerstört beziehungsweise als Ruinen erhalten, selten haben sie sich bis heute besseren Zustand bewahrt.
Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Ordensburgen und ihren jeweiligen Erhaltungszustand.
Diese Ausstellung wurde vom Schlossmuseum Marienburg gestaltet.
Ausstellungsdauer: 6. – 31. Oktober 2009
Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch, Freitag 9 – 12 Uhr
Dienstag, Donnerstag 13 – 16 Uhr







