EN POINTE! LEBEN AUF DER SPITZE

EN POINTE! LEBEN AUF DER SPITZE

Lesungen mit Diskussion und Film im Rahmen der EUNIC Literaturtage 2026. Donnerstag, 23.04.2026 18:30 Uhr

Mit: Miřenka Čechová (Tschechien) und Julia Miesenböck (Österreich), Ewa Kasp (Polen und Österreich)

Moderation: Sandra Dudek
Sprache: Deutsch und Tschechisch mit Dolmetschen ins Deutsche
Location: Polnisches Institut Wien (Am Gestade 7, 1010 Wien)
Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Tschechisches Zentrum Wien

Aus unterschiedlichen Perspektiven widmen sich der polnische Autor Jakub Małecki in Das Fest des Feuers, polnisch Święto ognia (Secession Verlag Berlin, 2025) und die tschechische Tänzerin, Choreografin und Schriftstellerin Miřenka Čechová in Tote Schwäne tanzen nicht, tschechisch Baletky (Anthea Verlag, 2025) dem Spannungsfeld von Ehrgeiz, Körperdisziplin und innerem Feuer im Ballett. Beide Werke erzählen von jungen Menschen, die für ihre Leidenschaft brennen – und dafür einen hohen Preis zahlen.

Jakub Małecki zeichnet ein sensibles Porträt von innerer Glut und dem Wunsch, sich durch Tanz und Kunst selbst zu behaupten. Präsentiert werden Auszüge seines Buches von der Schauspielerin Ewa Kasp. Im Anschluss gibt Miřenka Čechová mit ihrem autobiografisch geprägten Roman einen schonungslosen Einblick in die Welt der Ballettausbildung. Für die Lesung auf Deutsch und die anschließende Diskussion steht ihr ihre Übersetzerin Julia Miesenböck zur Seite.

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigen wir den Film metaBaletky. Basierend auf Baletky entwickelte Miřenka Čechová ein sehr erfolgreiches multimediales Bühnenprojekt, das in hybrider Form aufgeführt wurde.

Jakub Małecki, geboren 1982 in Koło, Polen, studierte an der Wirtschaftsuniversität in Posen. Er veröffentlichte bislang 13 Romane, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Zudem übersetzt er aus dem Englischen ins Polnische. Er lebt als freier Schriftsteller mit seiner Frau in Warschau. In seinen Werken verknüpft er oft soziale Themen mit subtiler Magie und komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen. Das Fest des Feuers, polnisch Święto ognia (Secession Verlag Berlin, 2025) ist sein vierter Roman in deutscher Übersetzung. Der Roman wurde auch verfilmt und hatte 2023 seine Kinopremiere beim 48. Festival des polnischen Films in Gdynia.

Miřenka Čechová, geboren 1982 in Aš, Tschechien, ist Autorin, Choreografin, Regisseurin und Performerin. Sie ist Mitbegründerin der Ensembles Spitfire Company und Tantehorse. Nach einer Ausbildung im klassischen Ballett erwarb sie zwei Masterabschlüsse in Theater und nonverbalem Theater. Sie war Stipendiatin des Fulbright-Programms in Washington, D.C., wo sie auch Vorlesungen hielt. In ihrem Schaffen verbindet sie Tanz und Theater zu einem eigenwilligen körperlichen Stil. International wurde sie vor allem mit Soloprojekten bekannt, die sich persönlichen und dokumentarischen Themen widmen. Theater versteht sie als aktivistische Praxis. Sie ist Autorin der Bücher Miss AmeriKa (wo-men publishing, 2018) und Tote Schwäne tanzen nicht, tschechisch Baletky (Anthea Verlag, 2025) die erfolgreich für die Bühne adaptiert wurden. Kürzlich veröffentlichte sie das Buch Was ich? Was du? tschechisch Co já? Co ty? (Paseka, 2025).

Julia Miesenböck, geboren 1985 in Freistadt, Österreich, ist Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin. Sie lebt in Tschechien und Österreich, übersetzt zeitgenössische Prosa und Lyrik aus dem Tschechischen ins Deutsche und forscht im Bereich der Übersetzungswissenschaft. Gelegentlich verfasst sie auch eigene literarische Texte auf Tschechisch und Deutsch.

Ewa Kasp, geboren 1984 in Warschau, Polen, ist eine polnisch-österreichische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Internet-Künstlerin. Sie studierte Schauspiel am Lee Strasberg Theatre and Film Institute sowie am Second City in Toronto. Sie absolvierte das UCLA Professional Program im Fach Drehbuchschreiben sowie einen Einführungskurs in Regie an der Wajda School. Derzeit baut sie ihre Schauspielkarriere auf, entwickelt eine Fernsehserie und erstellt eigene Inhalte für über 400.000 Follower in den sozialen Medien.

Sandra Dudek, geboren 1971 in Wels, Österreich, ist stellvertretende Direktorin des Tschechischen Zentrums Wien, wo sie schwerpunktmäßig für die Programmgestaltung Film und Literatur zuständig ist und erfolgreich das Tschechischkursangebot ausgebaut hat. Sie studierte Bohemistik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien und absolvierte Universitätslehrgänge zur Akademischen PR-Beraterin und Projektmanagerin. Knapp zwei Jahrzehnte lebte sie in Prag und Brünn und arbeitete als Österreich-Lektorin, Journalistin und Direktorin des Österreich Instituts Brno. Mit großer Leidenschaft bringt sie in ihren Tätigkeiten die österreichische und tschechische Kultur zusammen und vermittelt sie weiter.

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